Christine-Koch-Gesellschaft e.V.

Ein historisches Portrait

 

Die Namenspatron der jungen literarischen Gesellschaft

Von ELMAR BAMFASTE

„Das Sauerland ist nicht nur eine bedeutende Naturlandschaft, es hat auch kulturell Vielfältiges zu bieten.“ Dietmar Rost (Foto) spricht mit missionarischem Eifer, wenn er über die Förderung der Literatur im Sauerland referiert. Als Vorsitzender der Christine-Koch-Gesellschaft legt er Wert auf die Feststellung, dass sich die im November 1993 gegründete literarische Vereinigung weder als plattdeutscher Verein noch als Pen-Club für Autoren des Sauerlandes und erst recht nicht als elitäre Gemeinschaft für Germanisten verstanden wissen will. Vielmehr soll durch literarische Veranstaltungen und Veröffentlichungen das Sauerland als literarische Landschaft in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden.

Es gehe vornehmlich darum, die Bedeutung dieser charakteristischen und unverwechselbaren Landschaft in der Literatur zu vermitteln und die Schreibenden anzuregen, nicht nur im Sauerland, sondern auch über das Sauerland zu schreiben.

Durch Publikationen, Lesungen, Ausstellungen und Literaturfahrten soll die literarische Landschaft Sauerland stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden. So versteht sich die Christine-Koch-Gesellschaft als überregionale Vereinigung, die die vielfältigen örtlichen Aktivitäten beleben und zusammenfassen will. Auf dem Programm der Gesellschaft steht vor allem die Förderung der Gegenwartsliteratur: Die Vereinigung bietet so Heimatvereinen, Buchhandlungen und anderen kulturtragenden Vereinen und Institutionen Lesungen aus den Werken der Autoren der Region an sowie Vorträge über ihr Leben und Werk.

Mit Christine Koch, der bodenständigen Gastwirtsfrau aus Bracht, identifiziert sich die literarische Vereinigung ob ihres herausragenden Rufes als urwüchsigste Dichterin in sauerländischer Sprache. Sie hat im Sauerland plattdeutsche Lyrik nicht nur authentisch und meisterhaft geschrieben, sondern gilt auch von ihrer Person her als ehrlicher, liebevoller Charakter.

Die Christine-Koch-Gesellschaft versteht sich als überörtliche Vereinigung für das gesamte Sauerland. Es ist ihr gelungen, kompetente Persönlichkeiten in die Vorstandstätigkeit einzubinden. Vorsitzender Dietmar Rost hat über 50 Sach- und Sammelbände mit einer Gesamtauflage von anderthalb Millionen Exemplaren herausgegeben. Seine religionspädagogischen Bücher wie „Das Vaterunser den Kindern erzählt“, sind Bestseller. Zweiter Vorsitzender ist Kreisdirektor Dieter Wiethoff, Geschäftsführer Stadtdirektor Bernhard Halbe und Schatzmeister Dietmar Bellinger.

Literarischer Sachverstand ist vor allen Dingen im Beirat der Christine-Koch-Gesellschaft zu finden. Dort wirkt der langjährige Vorsitzende der Heinrich-Heine-Gesellschaft, Vorsitzende des Eichendorff-Institutes und Professor für deutsche Literatur an der Universität Düsseldorf, Dr. Wilhelm Gössmann aus Langenstraßen bei Rüthen ebenso mit wie der bekannte Religionspädagoge Prof. Hubertus Halbfas aus Drolshagen. Zum Beirat gehören die Neheimer Schriftstellerin Hanne Schleich, der Altenhundemer Autor, Studiendirektor a. D. Paul Tigges, der aus dem Raum Rüthen stammende Autor, Pfarrer Joseph Machalke und der stellvertretende Landrat des Hochsauerlandkreises, Studiendirektor Dieter Wurm.

Mit „deutlich über hundert“ wird die Mitgliederzahl angegeben, die sich inzwischen dem eingetragenen Verein angeschlossen hat. Um tatkräftig auf eigenen Füßen stehen zu können, ist eine große Anzahl von Mitgliedern notwendig, wirbt Dietmar Rost für seine Gesellschaft und deren Anliegen. Die Christine-Koch-Gesellschaft schließlich biete Literatur für jedermann. Deshalb seine auch alle Literaturinteressierten eingeladen, der Gesellschaft beizutreten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: (c) Christine-Koch-Gesellschaft e.V.

Bitte beachten Sie, dass die im Artikel gemachten Angaben heute nicht mehr zutreffend sein müssen.