Christine-Koch-Gesellschaft e.V.

Die Autorinnen

 

Kristin Völlmicke (Leiterin des Forums)

geb. in Soest, lebt verheiratet in Münster. Dort nach Studium der Germanistik, Erziehungswissenschaften und Geografie, Lehrerin an einem Gymnasium. Schreibt Lyrik und Kurzprosa.

Literarische Aktivitäten:

1996-2000 Mitglied der VHS Schreibwerkstatt Soest, dort Mitbegründerin der Autorengruppe „Tintenfass & Federkiel“, Mitglied der „Initiative 2000+“ (Zusammenschluss von Kultur und Wirtschaft der Stadt Soest), Organisation von literarischen Veranstaltungen auch in Kooperation mit anderen Autoren- und Künstlergruppen, regelmäßige Durchführung der „Wortart“ und „Literarischer Frühschoppen“ in Soest. Seit 2003 Mitglied der Literarischen Gesellschaft Sauerland – Christine-Koch-Gesellschaft und seit 2007 Leiterin des „Forums Junge Poesie“, führt Kristin Völlmicke regelmäßige Schreibseminare für Autorinnn und Autoren durch. Moderation von literarischen Veranstaltungen, u. a. Laudatio auf Guido  Radmacher zur Edelrabe-Literaturpreis-Verleihung 2011. Veröffentlichungen in diversen Anthologien (u.a. Jahrbuch Westfalen), u. a. diversen Anthologien der Literarischen Gesellschaft Sauerland – Christine-Koch-Gesellschaft sowie in “Der Edelrabe – Poetisch-Literarische Zeitschrift” und anderen Zeitschriften und in Zeitungen. Mitgliedschaften: Christine-Koch-Gesellschaft, Autorenkreis Möhnesee, Bundesverband Junger Autoren.

2015: Preisträgerin Edelrabe-Literaturpreis für Südwestfalen.

 

Eva Maria Bonke

geboren 1988 in Arnsberg – Neheim. Lebt und arbeitet dort als Erzieherin. Seit der Grundschule verfasst Eva Maria Bonke Kurzgeschichten und Erzählungen. 2005 entstand die Idee eines Romans, der einige Jahre später beendet und veröffentlicht wurde. Ausbildung zur Erzieherin. „Schreiben kommt für mich einem Grundbedürfnis gleich wie Essen, Trinken oder Schlafen. Es muss einfach sein. Egal wo und wann, wenn es soweit ist, müssen die Gedanken raus. So entstand auch >>Ich sehe schwarz<<.“ Mit diesem Roman verfasste Eva Bonke eine Gesellschaftskritik ohne Tabus aus der Sicht einer Jugendlichen. Ungeschönt greift sie dabei auf Problematiken zurück, die den Jugendlichen sehr vertraut sind.

Eigene Veröffentlichung: Eva Bonke, Ich sehe schwarz. Roman, Asaro Verlag (2010).

Homepage: www.asaro-verlag.de

 

Katie Grosser

geboren 1990 in Paderborn, verfasst Romane, Kurzgeschichten, Gedichte. Aufgewachsen im Sauerland, lebt die Deutsch-Amerikanerin heute in Münster und promoviert dort im Fach Kommunikationswissenschaft. Ihr erster Kinderroman „Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt“ erschien 2014 im Casimir-Verlag. Drei weitere Bände der Abenteuerreihe sollen folgen. Gedichte und Kurzgeschichten erschienen im Sauerländer Magazin „WOLL“ und der Münsteraner Literaturzeitschrift „Am Erker“. Kathie Grosser schreibt außerdem eine monatliche Kolumne: „Lesenswerte Literatur auf Englisch“ für die Westfalenpost in Meschede, ist als Mentorin für Schreibbegeisterte im Projekt „Book Boot Camp“ tätig und arbeitet zurzeit auch an anderen Projekten. Weitere Infos:

Autoren-Homepage www.katiegrosser-autorin.de oder Facebook www.facebook.com/KatieGrosserAutorin

 

Johanna Mett

geboren 1993 in Beckum, wo sie auch lebt. Sie liebt es, Geschichten zu erfinden und sich dabei von der Natur und ihren “kleinen Wundern” inspirieren zu lassen. Der Leser soll in ihre Bilder aus Worten eintauchen und selbst ein Teil von ihnen werden. Ihr Ziel ist es, mit ihren Texten die Herzen der Menschen zu erreichen, die “in der heutigen Zeit aus Anonymität und Rastlosigkeit meist wie in eine Truhe eingesperrt verstauben, und nur darauf warten, geöffnet zu werden und den Blick aus der Perspektive zu ermöglichen, durch die die Schönheit der Welt erkenn- und erfahrbar wird.” Publikationen in “Der Edelrabe – Poetisch-Literarische Zeitschrift” und den Anthologien der Literarischen Gesellschaft Sauerland – Christine-Koch-Gesellschaft: “Weihnachten vor Augen” (2010), “Land(an)sichten” (2011) und “Heimat irrlichtert innen” (2013).

 

Katharina Laukemper

geboren 1994 in Beckum, wo sie auch lebt. Schon in der Grundschule hat sie gerne Geschichten geschrieben. Seit der 8. Klasse ist sie Mitglied der CKG und schreibt am liebsten Kurzgeschichten und Gedichte. Sie findet immer mehr Gefallen daran, neue Welten und Figuren zu erfinden, die sich in ihrem Mikrokosmos bewegen. Am liebsten schreibt sie Kindergeschichten und lässt dabei ihrer Fantasie freien Lauf, indem sie Tiere in ihrer Welt sprechen lässt und gewöhnliche Alltagsprobleme aufgreift und damit jongliert. Publikationen in “Der Edelrabe – Poetisch-Literarische Zeitschrift” und den Anthologien der Literarischen Gesellschaft Sauerland – Christine-Koch-Gesellschaft: “Land(an)sichten” (2011) und “Heimat irrlichtert innen” (2013).

 

Cornelia Keller

 ”Ich wurde 1994 in Arnsberg geboren. Ich besuche das St. Ursula Gymnasium in Neheim. Schon als Kind habe ich versucht zu schreiben, aber dann eine lange Pause eingelegt. Im Rahmen des Forums Junge Poesie der Christine-Koch-Gesellschaft habe ich wieder angefangen Prosa zu schreiben.” Publikationen in “Der Edelrabe – Poetisch-Literarische Zeitschrift” und der Anthologie der Literarischen Gesellschaft Sauerland – Christine-Koch-Gesellschaft: “Heimat irrlichtert innen” (2013).
Eigene Veröffentlichung: Glücklich, wer sich dafür hält. Kurzgeschichtensammlung, Woll-Selbstverlag (2015).

 

Rebecca Mell

 geboren 1994 ins Arnsberg, wo sie auch lebt. Schrieb schon in der Grundschule kleine Geschichten, um dann im weiteren Schulverlauf ihren Hang zur Poesie zu entdecken. Seitdem feilt sie an Kurzgeschichten – meist etwas düster – und ebensolchen Gedichten. Außer Literatur widmet sie sich auch der Malerei. Seit 2009 beim Forum Junge Poesie und seit 2014 zusammen mit Amelie Bitter und Katharina Nellius Initiatorin der Ansberger Kunstsommer-Ausstellung: “Refugees of Wonderland”. Publikationen in “Der Edelrabe – Poetisch-Literarische Zeitschrift” und der Anthologie der Literarischen Gesellschaft Sauerland – Christine-Koch-Gesellschaft: “Heimat irrlichtert innen” (2013).

 

Amelie Bitter

 geboren 1996 in Arnsberg, lebt dort. Schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen, auch Lieder (Songs). Außer Literatur widmet sie sich auch der Malerei. Seit 2014 beim Forum Junge Poesie und im gleichen Jahre zusammen mit Rebecca Mell und Katharina Nellius Initiatorin der Ansberger Kunstsommer-Ausstellung: “Refugees of Wonderland”. Publiziert in “Der Edelrabe – Poetisch-Literarische Zeitschrift”.

 

Seit 2015: Katharina Nellius

geboren 1998 in Arnsberg, lebt dort. Schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen. 2014  zusammen mit Amelie Bitter und Rebecca Mell Initiatorin der Ansberger Kunstsommer-Ausstellung: “Refugees of Wonderland”. Seit 2015 neu auf dem Forum Junge Poesie. Hier eine Leseprobe:

Smartphones

Nun ja, ich sitze hier beim Kieferorthopäden im Wartezimmer und komme mir vor wie ein Außerirdischer. Und das nur wegen der Tatsache, weil ich mein Handy, nein heute sagt man ja „Smartphone“, zuhause auf dem Küchentisch hab liegen lassen. Tja, Pech gehabt.

Wie auch immer – jedenfalls sitze ich hier mit sieben anderen Leuten in meinem Alter und drei Erwachsenen im Wartezimmer. Es riecht förmlich nach Internet, Verbindungen und Strom. Jede Minute hört man das brrrrbrrrr eines „Smartphones“ und darauf folgt dann das Getippe. Und das hört sich bei jedem auch noch anders an – ob Sie es glauben oder nicht. Das Mädchen mit den langen, rot lackierten Nägeln antwortet ihrem visuellen Gegenüber durch klackende Geräusche, indem sie mit ihren harten Nägeln auf ihrem Handydisplay rumhämmert. Das arme Gerät.

Und der Fettklops neben mir? Bei dem hört sich das so an: platsch-mzähhh-platsch. Eben schmierig und schleimig. Das arme Gerät.

Und ich? Ich sitze hier bloß und starre die Leute der Reihe nach an. Jeder sitzt mit exakt 20cm Abstand zu seinem Sitznachbarn, den Kopf nach vorn gebeugt, das Smartphone in einer Hand, mit der anderen Hand wischend auf dem Display, da – und nimmt den Rest, außer seinem verdammten Handy nicht einmal mehr wahr!

Vorsichtig niese ich einmal – keine Reaktion. Und noch einmal, aber dieses Mal mit Karracho. Wieder keine Reaktion. Kein Gesundheit oder sonst was. Die Gesichter bleiben nach unten gewandt. Tja, Kommunikation mit seinem wirklichen Gegenüber ist  wohl ab heute ausgestorben.

Dann schiele ich unauffällig zu dem Jungen neben mir aufs Handy. „Ey, Alter! Was machste?“-„Hab mich gerad ins Wartezimmer beim Kieferknacker gepflanzt, ey.“- „Yolo, ich sitz gerade aufm Klo!“- „Bombe! Alter ich geh gleich Affenbifi kaufen, mit meiner Alten!“- „Geilo! Dann viel Fun! Ich komm nich klar ey!“-….weiter kommt er nicht, weil er von der Sprechstundenhilfe aufgerufen wird. Und siehe da, das magische Wunderding von Smartphone verschwindet in der linken Hosentasche.

Mir ist immer noch ganz schlecht. Affenbifi, Yolo – also selbst ich bin nicht soweit abgerutscht! Was zum Teufel heißt das? Ich weiß es nicht….aber ich denke mal, dass das auf die nicht in sehr  hohen Maßen vorhandene Allgemeinbildung hinweist, die einige Smartphonebesitzer vortäuschen. Denn aus irgendeinem unerklärlichen Grund ist das ja „cool“.

Aber Augenblick mal, da kommen zwei Neue ins Wartezimmer. Mal schauen, wie die sich so verhalten. Aha, natürlich. Nicht anders als die andern. Wie heißt es so schön? Fresst Sch…, Millionen Fliegen können nicht irren!

Oh mein Gott. Der Junge zieht seine Jacke aus, schmeißt sie in einen freien Stuhl und setzt sich darauf. Dabei verliert er fast seine Hose. Nebenbei: es ist mir bis heute ein Rätsel, wieso die Jungenhosen immer auf dem unteren Teil ihrer vier Buchstaben hängen müssen! So kann man dann die „heißen“ Boxershorts mit Teddybärenprint sehen! Aber das ist ja schließlich cool – weil es ja alle Jungs so machen.

Nun gut. Jetzt sitzt der da, blickt sich kurz im Raum um. Es gibt anscheinend eine geheime, unsichtbare Sprache, die an mir vorbeigegangen ist. Denn auch er fängt an, in seiner linken Hosentasche zu wühlen. Nach ein paar Greifbewegungen hat auch er dann sein Smartphone gezückt und fängt wild an zu tippen. Und auch in diesem Fall, befindet sich das Handy in der linken Hosentasche. Anscheinend bei jedem Jungen; um sich vielleicht von den anderen abzugrenzen. Doch zu viele Hipster sind dann auch irgendwann wieder mainstream. Das heißt auf gut Deutsch: zu viele, die sich von der Mehrheit abgrenzen wollen, sind dann auch irgendwann wieder gleich.

Das Mädchen in jedem Fall hängt ihren pinken Mantel mit Strasssteinchen in die Garderobe. Dann setzt auch sie sich. Mit pinker Tasche. Auch sie blickt sich kurz um und erfasst die unsichtbare Zeichensprache der anderen Smartphoner. Dann hat sie registriert, kapiert. Sie kramt in ihrer Handtasche, angelt nach ihrem rosa Smartphone und beginnt ebenfalls zu tippen. Und sie ist fast eine Ausnahme! Denn normalerweise haben weibliche Smartphonerinnen ihr Smartphone immer in der rechten Hosentasche.

Langsam werde ich verrückt. Das gibt’s doch nicht! Wer hätte vor hundert, nein vor zehn Jahren daran gedacht, dass es so etwas gibt? Geräte, mit denen man rund um die Uhr und überall mit jedem verbunden und im Internet sein kann? Bald gibt es wohl solch Dinger, die einem unterwegs die Zähne putzen oder Wäsche waschen! Dann wären es aber wohl ehr Bigphones!

Aber Smartphones sind smart. Also schlau und intelligent, und das auf so kleiner Fläche! Der Mensch wird, obwohl einige immer noch fest daran glauben,  trotz Smartphonebesitz aber die die klugen Eigenschaften seines Gerätes übernehmen.

Zum Schluss aber noch einmal der heutige Begriff, weil er so schön klingt: SMARTPHONE. Lassen sie es sich auf der Zunge zergehen! Es schmeckt nach Technologie, Fortschritt und Zukunft. Und auch ein bisschen nach Wahnsinn.